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Pfingsten 2010

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Wie fast jedes Jahr war ich auch dieses Jahr mal wieder im Pfingstgottesdienst der Mennonitengemeinde Freidelsheim. Und typischer Weise wurde natürlich auch wieder die Pfingsgeschichte vorgelesen (Auszug aus Apostelgeschichte 2):

Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmütig beieinander.  Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel als eines gewaltigen Windes und erfüllete das ganze Haus, da sie saßen.  Und man sah an ihnen die Zungen zerteilet, als wären sie feurig. Und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen.  Und wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen.  Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist.  Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörete ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten.  Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?  Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind?  Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien.  Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden der Libyen bei Kyrene, und Ausländer von Rom,  Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. 12 Sie entsetzten sich alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?  Die andern aber hatten’s ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.

Interessant waren Teile der Predigt, oder genauer ein Satz, der mir irgendwie nicht neu war, aber doch wieder gut ihn neu zu hören. Nicht der Sprechende bestimmt den Inhalt sondern der Hörende. Egal was ich auch sagen, egal was ich für didaktische Mittel verwende, der Hörende bestimmt, was wirklich ankommt. Alle hilfsmittel sind wichtig und ich möchte sie nicht missen, aber am Schluß habe ich nur bedingt Einfluß darauf was ankommt.

Nun, warum genau das zu Pfingsten. Ich habe mich schon manchmal gefragt, warum die Jünger in Zungen reden, oder wie es oft gesagt wird, in allen Sprachen. Nun, durch diesen satz wird es für mich deutlich. Gott wollte viele Leute erreichen, Gottes Geist ist multinational, ja sogar multiregional. Er macht keinen unterschied zwischen den Sprachen. Und somit ist es auch wichtig, jeden in seiner Sprache anzusprechen. Die Jünger waren das Sprachrohr des Heiligen Geistes und erriechten durch die ganzen Sprachen einfach mehr Leute. So ist die Chance, das etwas beim Hörer ankommt einfach größer.

Ein Gott aller menschen kann eben auch alle Sprachen. Toll, das das gerade an Pfingsten so schön sichtbar ist.

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