Nicht gerade ermutigend
Ich will mich mal an einen Bibelvers wagen. Genauer, der Losung für den heutigen Tag. Da ich keine Ausbildung in dieser Sache habe muss ich gestehen, das ich auch nicht wirklich die hintergründe des Verses kenne. nichts desto trotz kann ich ihn ein wenig Auslegen, so wie ich ihn gerade empfinde.
Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott.
1.Könige 2,1-2.3
Wenn ich diesen Vers höre, dann bekomme ich doch erst mal Angst. Versetzen wir uns kurz mal in die Sicht von Salomo, dem Sohn Davids. Sicher war sein Leben lang David eine Leitfigur. Sein Vater hat ihm viel, wenn incht sogar alles beigebracht, hat ihn groß gezogen, hat ihn auf seine Nachfolge vorbereitet. Alles in allem sicher eine Enge Beziehung. Und jetzt kommt der Moment, vor dem wohl jeder Sohn Angst hat. Der Moment, in dem man seinen Vater verliert. Salomo muss fertig gewesen sein, niedergeschlagen, traurig und verzweifelt. Schon in Kürze würde er alleine da stehen und in die Fußstapfen seines Vaters treten müssen.
Jetzt sitzen die beiden da und jeder der beiden weiß, was los ist. Und dann sagt David diese Worte. Ich gehe hin den Weg der Welt – ja klar, jeder muss sterben, das ist es wohl was er sagen will. Ich sterbe. Aber dann, statt ermutigende Worte eine letzte Aufforderung, ein letzter guter Rat, ein letztes “Mach!”. Das muss Salomo doch erst einmal runter gezogen haben. Er hätte wohl erwartet, das etwas kommt wie: “Du warst und bist immer ein guter Sohn gewesen. Du bist stark, du schaffst das, ich vertraue auf dich!” Nein, eine Aufforderung – Weil ich sterbe sei du jetzt stark (getrost) und vertaue du auf Gott. Wow!
Wenn man genauer darüber nachdenkt ist es gar nicht so entmutigend. Eigentlich genau im Gegenteil. Gott soll sein Tröster sein, Gott die Quelle seiner Kraft. Das ist motivierend zu sehen, das David im Sterben immer noch so sehr an seinen Sohn denkt, das er ihm das Best mögliche gibt: Gott.
Ganz zufrieden bin ich mit der Stelle so aber noch nicht. Ich habe mir also mal die ganze Stelle angeschaut, um einen Vergleich zu bekommen.
Als nun die Zeit herbeikam, daß David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt; so sei getrost und sei ein Mann! Und warte auf die Hut des HERRN, deines Gottes, daß du wandelst in seinen Wegen und haltest seine Sitten, Gebote, Rechte, Zeugnisse, wie geschrieben steht im Gesetz Moses, auf daß du klug seiest in allem, was du tust, und wo du dich hinwendest, auf daß der HERR sein Wort erwecke, das er über mich geredet hat und gesagt: Werden deine Kinder ihre Wege behüten, daß sie vor mir treulich und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll von dir nimmer gebrechen ein Mann auf dem Stuhl Israels.
1. Könige 2,1-4
Beeindruckend! Auch im Sterben ist es David wichtig, Gottes Weisung weiterzutragen. David übergibt Salomo die Zukunft. Er hat das Versprechen Gottes, das keinem seiner nachkommen etwas geschehen wird, wenn sie weiter zu Gott halten. Eine einfache – oder doch schwierige – Aufgabe. Auf jeden Fall eine motivierende. Eine sichere Welt, ein sicheres Leben, ein gesundes Leben ist eine erstrebenswerte Aussicht.
Ein weiterer Punkt, der mir im Ausschnitt der Losung fehlte ist das Warten was angesprochen wird. David sagt nicht, es wird gleich alles gut werden. Nein, er ermutigt sinene SOhn dazu auf Gott zu warten. Nur zu gut weiß David, dass es im leben nicht immer nur bergauf geht. Auch die Phase des Trauerns und des Enttäuscht seins – vielleicht auch von Gott – brauchen ihren Raum. Doch die Hoffnung auf Gott, die Zusage im hinterkopf, verspricht neues, erfolgreiches, gutes Leben.
Was heißt das nun für mich. Was soll mir das heute fpr mein Leben sagen. Bin ich davon überhaupt betroffen? Nun ich denke schon. Ich glaube auch ich bin beschützt und gesegnet von Gott. Er will auch heute noch, das ich seine Wege gehe und das ich mein leben zu ihm ausrichte. Auch heute verspricht uns niemand, das es keine Tiefen mehr geben wird. Aber so wie damals David seinem Sohn sagte, er soll auch im Angesichts des Todes nicht verzagen, so sagt und Gott heute jeden Tag neu, wir sind nicht alleine! Kopf hoch, ein Lachen auf’s Gesicht und zeigt der Welt was es heißt von Gott getragen zu sein!
Dieses Blog dient dazu meine Ansichten und Blickwinkel auf die alltäglichen und außergewöhnlichen Bereiche meines Lebens ein wenig darzustellen.