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Sneak Preview – Away we go – Auf nach irgendwo

Da war es mal wieder so weit, ein Sneak Film, der schwer wirklich einzuschätzen ist. Und das zu Beginn meines Bewertungssystems. Na dann bin ich mal gespannt, was nach meiner Berechnung am Schluß rauskommen wird.

Ich weiß gar nicht genau auf dem wievielten Platz dieser Film bei den Prognosen stand, drauf war er auf jeden Fall. Doch alleine der Fakt, dass nur 4 Leute im ganzen Kino diesen Film getippt hatten sagt schon einiges über die Hoffnungen der Besucher aus. Dabei muss man im Nachhinein sagen, dass der Film definitiv zu den Besseren gehört. Gerade im Vergleich zu Filmen wie Der Trommler oder Louise hires a contract killer war er echt gut.

Der Film handelt von einem an sich genommen ganz normalen Paar, das ein wenig abgeschieden in der Natur lebt, aber gut in die Gesellschaft integriert zu sein scheint. Sie ist Zeichnerinn und hat sich auf “das innere des Menschen” konzentriert, und er ist in der Finanzbranche tätig. Der Film beginnt damit, das die beiden feststellen, auf eine etwas skurile Art, dass sie schwanger ist.

Im 6. Monat der Schwangerschaft dreht sich ihr Leben, da die Eltern/Schwiegereltern sich entschließen ihren Traum vom “die Welt bereisen” wahr zu machen und so die erhoffte Unterstützung mit dem Kind wegbricht. Sie stehen plötzlich alleine da, aber auch mit dem von den Eltern inspirierten Gedanken, das es ja noch mehr gibt, als das Leben hier in ihrer kleinen Hütte. Sie sind also auf der Suche nach einem neuen “Ich”.

Nun machen sich unsere beiden Suchenden also auf den Weg auf eine Art Road Trip zu Verwandten und Freunden. Was sie da erleben prägt sie entscheident. Alle scheinen einen irgendgearteten Schaden zu haben. Die einen reden nur über die verstorbenen Eltern der Schwangeren, die anderen können keine Kinder bekommen und hatten grade die 5. Fehlgeburt, die nächsten stehen voll auf “gute Energie” und lieben es ihre Kinder auch noch bis ins hohe ALter zu stillen weil das die Nähe und Wärme fördert, bei den nächsten ist gerade die Mutter weggelaufen und der Vater lügt seinem Kind das blaue vom Himmel herunter weil er nicht weiß wie er mit der Situation umgehen soll. Alles in allem sehr lustige Scenen, in denen man sich oft denk – oh nein! Das was die beiden eigentlich fast durchgängig begleitet ist der Verlust der Eltern der Schwangeren und das sie dies noch nicht wirklich verarbeitet zu haben scheint.

Im Großen und Ganzen ist es genau das was den Film so interessant macht. Am Beispiel eines Verlustes dargestellt sagt der Film für mich aus, es ist wichtig, Sachen zu verarbeiten und seinen Platz zu finden. Es ist wichtig sich wohl zu fühlen und Sacehn abhacken zu können. Im Laufe des Filmes merckt unser Paar genau das. Es endet darin, das die in einer verträumten Geständniss/Beknntniss Stunde sich ihre größten Hoffnungen, Wünsche und Träume gestehen und erneut feststellen, das sie sich einfach, so wie sie sind, wahnsinnig lieben. Back to the roots heißt es dann am Schluss des Verarbeitungsprozesses – sie ziehen in das ehemalige Haus der Eltern der Schwangeren ein.

Bevor ich jetzt diesen Film bewerte noch ein paar Worte zum Inhalt. Ich persönlich finde es gut Sachen zu verarbeiten. Das braucht Zeit und es bracuht auch manchmal Momente des Unwohlseins um herrauszufinden was man wirklich will und ist. Vergisst man die Verarbeitung, überblendet man sie mit neuem oder alltäglichem, dann kommen die Themen irgendwann hoch. Die versteckten, verdeckten Ängste, Probleme oder Hoffnungen sind dann die Grundlage für etwas Neues, für das restliche Leben. Aus meiner Sicht keine gute Basis! Die zwei im Film haben es geschafft, sich aus ihrem Alltag zu lösen, einen Trip in sich selber zu wagen und sich am Ende diese Sorgen, Hoffnungen und Probleme zu beichten, einander abzuholen andem Punkt an dem sie standen und mit dem Wissen und dem Erlebten etwas neues zu schaffen. Etwas, was auf guten Grund, auf einer guten Basis steht! Ein guter, ein warmer, ein freundlicher Ort für ein Kind (im Film). Ich wünsche uns auch, das wir egal in welcher Situation wir in unserem Leben an solche Wendepunkte kommen, immer die Zeit finden für Verarbeitung, Aufarbeitung, Offenheit und Trauer. Dann wird das Leben einfacher, strukturierter, klarer und vielleicht ein bisschen besser.

Gesamturteil:★★★★★★☆☆☆☆
Sneak geignet:★★★★★☆☆☆☆☆
Persönliches Ansprechen:★★★★★★★☆☆☆
Weinfaktor:★★★☆☆☆☆☆☆☆
Lachfaktor:★★★★☆☆☆☆☆☆
  • Immer wieder interessant wie unterschiedlich, verschieden Menschen die gleichen Dinge aufnehmen. Was jeder für sich als wichtig und Erkenntnis aus so einem Film z.B. zieht .. ist wohl sehr davon abhängig was man schon erlebt hat und wie man sich fühlt.

  • Ja, ich glaub aber das das bei jedem Film so sein muss. Es gibt für mich nur wenige gute Filme, die eine klare Linie so zu sagen vorgeben. Und wir haben alle unterschiedliches erlebt, ein Glück…

  • Jo da stimme ich dir zu … und bin dann auch wieder einmal froh, dass ich aus der Schule raus bin (und da will ich auch nie wieder hin, egal ob die Eltern früher immer gesagt haben man würde sich zurück sehnen) Wenn ich nämlich an den Deutschunterricht denke und man Gedichte und Geschichten deuten musste, in der Art, wie es auch die Lehrer taten … Hilfe … das fand ich schrecklich

  • tz tz tz .. wo bleibt denn die neue Sneak-Bewertung?

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